Auszeit(?!)


[random thoughts]

Eine Auszeit. Viel umschrieben mit „dem Alltag entfliehen, Pause von Beziehung, Beruf und sonstigen Verpflichtungen“ – ja… bitte! Ein paar Wochen, wäre nett. Ohne Anne, ohne Telefon, ohne Internet.

Derzeit lade ich mir mehr Verpflichtungen auf als ich müsste. Mein Kopf ist voll. Jeden Tag geistern mir Gedanken durch denk Kopf…

  • Du musst noch das Geschirr abwaschen
  • Du musst noch den Müll runterbringen
  • Du musst noch Wäsche waschen / aufhängen
  • Du musst noch das Schlafzimmer zu ende renovieren
  • Du musst noch den Boden wischen / Staubsaugen
  • Du musst noch für heute Abend kochen
  • Du musst noch deine Oma anrufen
  • Du musst noch deinen Vater besuchen
  • Hatte nicht irgendwer vor kurzem Geburtstag? – sollte ich mich da melden?
  • Wie viel Geld ist noch auf meinem Konto – reicht das bis Ende des Monats?
  • Muss ich heute nach der Arbeit noch einkaufen gehen?
  • Ob ich heute Abend meine Serie weitergucken darf?
  • …wann darf ich mal wieder etwas für mich tun?

Ein kleiner Auszug dessen, was sich mein Alltag schimpft.

Die Hoffnung nach Hause zu kommen und eine vorgefertigte Liste an mehr oder weniger tätlichen Arbeiten zumindest partiell erledigt vorzufinden wird jeden Tag aufs neue zunichte gemacht. Ich komme nach Hause und es sieht genauso aus wie am Vortag, wenn durch neu herbeigerufenes Geschirr – man isst ja mal was – nicht etwas mehr Chaos entstanden ist.

„Aber du wohnst doch nicht allein“ Nein… das tue ich nicht. Ich habe mit Anne schon öfter darüber gesprochen, dass ich es nicht einsehe den Haushalt allein zu schmeißen. Aber Anne hat das „Wir“ Gefühl nicht. Zumindest nicht dann wenn es ihr nicht passt.

Während ich die Umstände nehme wie sie sind und versuche das Beste daraus zu machen und gewisse Aufgaben einfach anzugehen, findet Anne eine Ausrede nach der anderen.

  • Ich hätte ja abgewaschen, aber ich habe den Schwamm nicht gefunden…
    • Man nehme einen neuen oder räume das eigenst zugemüllte Spülbecken frei – da wäre er gewesen.
  • Warum soll ich deinen Müll wegräumen?
    • Weil es doch angeblich „unser“ Haushalt ist und ich dasselbe für dich tun – muss –
  • Kannst du mal bitte meine Wäsche aufhängen? Ich schaffe das heute nicht.
  • Was gibt es heute abend zu essen? Fahre nach der Arbeit noch zu XY / zum Fußball und schaffe es nicht zu kochen
    • …danke…dann koche ich halt… mal wieder…ja ich mach’s auch weg…du kannst ja nicht…
  • Ich war so kaputt von der Arbeit, da habe ich Aufgabe xy nicht geschafft.
    • Ich arbeite auch und spüle morgens vor der Arbeit das Geschirr vom Vortag… Was ist das Problem
  • Ich bin verletzt / krank / will nicht

Und so gestaltet sich meine Woche in Arbeiten und Aufräumen, sich hin und wieder mal 1-2 Stunden sich selbst widmen, nur um dann vielleicht noch angepflaumt zu werden, warum denn das essen noch nicht fertig ist. Vom Wochenende mal ganz zu schweigen.

Um auf das eigentliche Thema zurück zu kommen:

Ich.kann.nicht.mehr. Und ich will auch nicht mehr.

Ich fühle mich wie eine Mutter die ihr Kind irgendwie auf die Strecke bringen muss. Da unser Liebesleben eh schon nicht mehr vorhanden ist, man sich sporadisch „Ich liebe dich“ sagt und es zwar vielleicht auch so meint, aber es mir irgendwie nichts mehr gibt, weil zu viel negatives irgendwie passiert ist… Kommen und Gehen da Gedanken.

Ich bin enttäuscht und müde. Ich kann nicht zwei Leben leben.

Ich würde gerne mal für ein paar Wochen weg fahren. Oder alleine Wohnen. Mal wieder Kraft tanken, welche ich hier in der Beziehung nicht bekomme.

Statt mich zu unterstützen werden mehr Forderungen gestellt.

  • In zwei Wochen müssen die Wege frei sein wenn ich operiert worden bin
  • Kannst du den Müll runterbringen
  • Mach dies
  • Mach jenes
  • Mach solches

Nein. nicht mehr. Bitte nicht mehr.

Überlege gerade meinen Resturlaub zu nehmen und einfach für die gesamte Zeit allein wegzufahren. Wohin auch immer, nur weg…

Auszeit.

 

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